Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: 09.10.2026
Diese AGB bestehen aus einem allgemeinen Teil, der für alle Leistungen gilt, und besonderen Teilen für einzelne Leistungen. Bei Widersprüchen geht der besondere Teil vor.
Allgemeiner Teil
§ 1 Geltungsbereich, Anbieter
(1) Diese Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Florian Wenzel, Josef-Lang-Straße 5, 81245 München, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung „kreadiv“ (nachfolgend „Anbieter“), und seinen Kunden über Webhosting, Domains, die Wartung von Websites und den Betrieb einer Website-Statistik.
(2) Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nicht, es sei denn, der Anbieter hat ihnen in Textform zugestimmt. Individuelle Vereinbarungen, insbesondere im Angebot, haben stets Vorrang.
(3) Die Leistungen richten sich in erster Linie an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Soweit Regelungen nur gegenüber Verbrauchern oder nur gegenüber Unternehmern gelten, ist dies angegeben.
(4) Der Kunde kann diese AGB auf der Website abrufen, speichern und ausdrucken. Die Vertragssprache ist Deutsch.
§ 2 Vertragsschluss
(1) Darstellungen und Preise auf der Website sind kein Angebot im Rechtssinne, sondern eine Einladung, ein Angebot abzugeben.
(2) Der Kunde kann per E-Mail, Telefon oder über ein Formular auf der Website anfragen. Der Anbieter unterbreitet daraufhin ein Angebot in Textform. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde dieses Angebot annimmt, oder durch Auftragsbestätigung oder Rechnung des Anbieters.
(3) Verbrauchern übersendet der Anbieter nach Vertragsschluss diese AGB einschließlich der Widerrufsbelehrung.
§ 3 Preise und Zahlung
(1) Es gelten die im Angebot vereinbarten Preise, sonst die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses auf der Website angegebenen. Preise verstehen sich so, wie sie ausgewiesen sind: Preise für Verbraucher einschließlich, Preise für Unternehmer zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Wiederkehrende Vergütungen sind jeweils für den Abrechnungszeitraum im Voraus fällig. Der Abrechnungszeitraum ergibt sich aus dem Angebot oder dem besonderen Teil (zum Beispiel monatlich oder jährlich). Leistungen nach Aufwand werden nach Erbringung abgerechnet.
(3) Rechnungen erhält der Kunde in Textform (per E-Mail). Sie sind innerhalb von 14 Tagen nach Rechnungsstellung ohne Abzug zu zahlen, per Überweisung oder per SEPA-Lastschrift nach § 4.
(4) Befindet sich der Kunde in Zahlungsverzug, kann der Anbieter Verzugszinsen in gesetzlicher Höhe verlangen. Weitergehende Ansprüche bleiben vorbehalten. Ist der Kunde mit einem Betrag in Höhe von mindestens einer monatlichen Vergütung länger als vier Wochen in Verzug, ist der Anbieter nicht zu weiteren Vorleistungen verpflichtet und kann die Leistung nach vorheriger Ankündigung aussetzen.
(5) Der Anbieter kann die Preise für laufende Verträge zum Ende eines Abrechnungszeitraums anpassen. Er kündigt die Änderung mindestens sechs Wochen vorher in Textform an. Der Kunde kann den Vertrag in diesem Fall zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung kündigen. Der Anbieter weist in der Ankündigung auf dieses Recht hin.
§ 4 SEPA-Lastschrift
(1) Der Anbieter bietet die Zahlung per SEPA-Basislastschrift (wiederkehrend) an. Mit der Erteilung eines SEPA-Lastschriftmandats ermächtigt der Kunde den Anbieter, fällige Beträge von seinem Konto einzuziehen, und weist sein Kreditinstitut an, die Lastschriften einzulösen.
(2) Die Mandatsreferenz wird dem Kunden mit der Bestätigung des Mandats per E-Mail mitgeteilt. Sie gilt für alle wiederkehrenden Zahlungen aus dem Vertragsverhältnis.
(3) Der Anbieter informiert den Kunden mit der jeweiligen Rechnung über Betrag und Tag des Einzugs (Vorabankündigung). Die Frist für die Vorabankündigung wird auf einen Tag vor Fälligkeit verkürzt.
(4) Der Kunde sorgt zum Zeitpunkt des Einzugs für ausreichende Deckung seines Kontos. Hat der Kunde eine Rücklastschrift zu vertreten, etwa wegen mangelnder Deckung oder falscher Kontodaten, trägt er die entstandenen Bankgebühren und eine Bearbeitungspauschale von 5,00 €. Dem Kunden bleibt der Nachweis vorbehalten, dass ein geringerer oder kein Schaden entstanden ist.
(5) Der Kunde kann innerhalb von acht Wochen ab Belastung die Erstattung einer autorisierten Lastschrift bei seinem Kreditinstitut verlangen, bei nicht autorisierten Lastschriften innerhalb von 13 Monaten.
§ 5 Laufzeit und Kündigung
(1) Laufzeit und Kündigungsfristen ergeben sich aus dem Angebot und den besonderen Teilen.
(2) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
(3) Kündigungen bedürfen der Textform (zum Beispiel per E-Mail).
§ 6 Aufrechnung und Zurückbehaltung
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nur zu, soweit sein Gegenanspruch auf demselben Vertragsverhältnis beruht.
§ 7 Allgemeine Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde teilt dem Anbieter richtige und vollständige Daten mit und informiert ihn unverzüglich über Änderungen.
(2) Der Kunde hält Zugangsdaten geheim und informiert den Anbieter unverzüglich, wenn er Anhaltspunkte dafür hat, dass Unbefugte sie kennen.
(3) Der Kunde meldet erkennbare Störungen und Mängel unverzüglich und unterstützt den Anbieter in zumutbarem Umfang bei der Feststellung der Ursache und ihrer Beseitigung. Stellt sich heraus, dass die Ursache im Verantwortungsbereich des Kunden lag, kann der Anbieter den Aufwand für die Prüfung nach Aufwand berechnen.
(4) Der Kunde ist für die Inhalte seiner Website und deren Rechtmäßigkeit allein verantwortlich, einschließlich der Anbieterkennzeichnung nach § 5 DDG und der Datenschutzerklärung.
(5) Der Kunde stellt den Anbieter von Ansprüchen Dritter frei, die auf rechtswidrigen Inhalten des Kunden oder einer vertragswidrigen Nutzung der Leistungen durch den Kunden beruhen, einschließlich der notwendigen Kosten der Rechtsverteidigung.
§ 8 Haftung
(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz und im Umfang einer übernommenen Garantie.
(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht, also einer Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf, haftet der Anbieter nur für den vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
(3) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der auch bei ordnungsgemäßer Datensicherung entstanden wäre. Die Datensicherung obliegt dem Kunden, soweit der Anbieter sie nicht ausdrücklich als Leistung übernommen hat.
(4) Soweit die Haftung des Anbieters ausgeschlossen oder beschränkt ist, gilt dies auch für die persönliche Haftung seiner Erfüllungsgehilfen.
§ 9 Vertraulichkeit, Datenschutz, Auftragsverarbeitung
(1) Der Anbieter behandelt alle Informationen, die er vom Kunden erhält, vertraulich.
(2) Personenbezogene Daten verarbeitet der Anbieter nach Maßgabe seiner Datenschutzerklärung und der gesetzlichen Bestimmungen.
(3) Soweit der Anbieter bei Webhosting, Wartung oder Website-Statistik personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet (Art. 28 DSGVO), gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung als Bestandteil dieser AGB. Er wird mit Abschluss eines Vertrags über Webhosting, Wartung oder Website-Statistik angenommen. Bei Widersprüchen gehen die Regelungen des Vertrags zur Auftragsverarbeitung vor.
§ 10 Änderung dieser AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für laufende Verträge ändern, soweit dies aus sachlichen Gründen erforderlich ist, etwa wegen geänderter Rechtslage oder neuer Leistungen, und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zulasten des Kunden verschoben wird. Der Anbieter teilt die Änderungen mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mit. Widerspricht der Kunde nicht innerhalb von vier Wochen nach Zugang, gelten die Änderungen als angenommen. Der Anbieter weist in der Mitteilung auf diese Frist und die Folgen des Schweigens gesondert hin. Widerspricht der Kunde, kann jede Partei den Vertrag zum Inkrafttreten der Änderung kündigen.
§ 11 Schlussbestimmungen
(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gegenüber Verbrauchern gilt diese Rechtswahl nur, soweit ihnen dadurch nicht der Schutz zwingender Bestimmungen des Staates ihres gewöhnlichen Aufenthalts entzogen wird.
(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand München. Dasselbe gilt, wenn der Kunde keinen allgemeinen Gerichtsstand in Deutschland hat.
(3) Der Anbieter ist nicht bereit und nicht verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen (§ 36 VSBG).
(4) Sollte eine Bestimmung dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.
Teil A: Webhosting und Domains
§ A1 Gegenstand
(1) Der Anbieter überlässt dem Kunden Speicherplatz in den Serveranlagen der Hetzner Online GmbH zum Betrieb einer Website und zur Nutzung von E-Mail-Postfächern. Der Kunde darf den Speicherplatz im Rahmen des Vertragszwecks und nach Maßgabe dieser AGB nutzen.
(2) Die Leistungen werden in verschiedenen Tarifen angeboten. Einzelheiten wie Speichergröße und Anzahl der E-Mail-Postfächer ergeben sich aus der Website oder dem Angebot.
(3) Unentgeltliche Zusatzleistungen außerhalb des Vertrags kann der Anbieter jederzeit einstellen. Ein Anspruch auf ihr Fortbestehen besteht nicht.
§ A2 Leistungen und Verfügbarkeit
(1) Der Speicherplatz liegt auf einem Server, den der Anbieter auch anderen Kunden zur Verfügung stellen darf. Er ist so getrennt, dass er für Dritte als eigener Server erscheint. Die Inhalte werden täglich gesichert und 14 Tage vorgehalten.
(2) Der Kunde erhält Zugangsdaten, um seine Website und E-Mails selbst zu speichern, zu ändern und zu löschen. Daten werden per SFTP übertragen.
(3) Der Anbieter stellt die Anbindung des Servers an das Internet bereit und bemüht sich sachgerecht um eine störungsfreie Erreichbarkeit. Die Netzwerk-Verfügbarkeit beträgt mindestens 99,9 % im Jahresmittel. Ein vollständig störungsfreier Zugang kann wegen begrenzter Kapazitäten nicht zugesagt werden.
(4) Beeinträchtigungen im üblichen Rahmen sind keine Verletzung der Leistungspflicht. Störungen seiner technischen Einrichtungen beseitigt der Anbieter im Rahmen der technischen und betrieblichen Möglichkeiten umgehend. Notwendige Wartungsarbeiten kündigt er so früh wie möglich an.
§ A3 Domains
(1) Domains registriert der Anbieter bei einer von ihm gewählten Vergabestelle oder einem Registrar. Er wird dabei nur als Vermittler tätig. Ergänzend gelten die Bedingungen der jeweiligen Vergabestelle, für .de-Domains die DENIC-Domainbedingungen und -Domainrichtlinien.
(2) Der Anbieter hat keinen Einfluss auf die Vergabe und übernimmt keine Gewähr dafür, dass eine Domain zugeteilt wird, frei von Rechten Dritter ist oder auf Dauer Bestand hat.
(3) Der Kunde versichert, dass die beantragte Domain und ihre Nutzung keine Rechte Dritter und keine gesetzlichen Vorschriften verletzen, und stellt den Anbieter und die an der Registrierung Beteiligten von Ansprüchen Dritter frei, die auf einer unzulässigen Nutzung beruhen.
(4) Der Anbieter kann eine Domain erst nach Zahlung der Registrierungsgebühr aktivieren.
§ A4 Laufzeit und Kündigung
(1) Soweit nicht anders vereinbart, beträgt die Mindestlaufzeit für Webhosting und Domains ein Jahr. Der Vertrag verlängert sich jeweils um ein Jahr, wenn er nicht mit einer Frist von vier Wochen zum Ende der Laufzeit gekündigt wird. Webhosting und Domains werden jährlich im Voraus abgerechnet.
(2) Nach Vertragsende kann der Anbieter die Domain freigeben. Mit der Freigabe erlöschen die Rechte des Kunden aus der Registrierung.
(3) Nach Vertragsende werden alle Daten gesperrt und nach vier Wochen endgültig gelöscht. Sicherungskopien und den Umzug zu einem anderen Anbieter übernimmt der Kunde selbst.
§ A5 Nutzung, Sicherheit der Software
(1) Der Kunde nutzt die Dienste sachgerecht und nicht missbräuchlich. Untersagt sind insbesondere: die unberechtigte Nutzung fremder Leistungen und Daten, das Stören oder Überlasten von Diensten, die Verbreitung strafbarer oder rechtswidriger Inhalte und der Versand von Massen- oder Werbe-E-Mails ohne Einwilligung der Empfänger.
(2) Der Kunde ist für die Sicherheit der Software, die er auf dem Speicherplatz installiert, entwickelt oder betreibt, selbst verantwortlich. Das gilt für Standardsoftware wie Content-Management-Systeme, Plugins und Themes ebenso wie für individuelle Software. Insbesondere hält er Standardsoftware aktuell und spielt Sicherheitsupdates spätestens 14 Tage nach ihrer Veröffentlichung ein.
(3) Hat der Kunde mit dem Anbieter einen Wartungsvertrag nach Teil B geschlossen, übernimmt der Anbieter diese Pflichten im dort vereinbarten Umfang. Für alle Komponenten außerhalb des Wartungsumfangs bleibt es bei Absatz 2.
(4) Gefährdet Software des Kunden die Sicherheit des Servers oder anderer Kunden, kann der Anbieter die betroffenen Dienste sofort sperren. Er informiert den Kunden unverzüglich. Der Kunde stellt den Anbieter von Kosten frei, die durch Sicherheitslücken in seiner Software entstehen, etwa für die Bereinigung kompromittierter Systeme.
(5) Verstößt der Kunde gegen Absatz 1, kann der Anbieter den Vertrag nach erfolgloser Abmahnung, bei schweren Verstößen auch sofort, fristlos kündigen und den Zugang sperren.
§ A6 Nutzung durch Dritte, Sperrung von Inhalten
(1) Die Weitervermietung des Speicherplatzes an Dritte ist nur mit vorheriger Zustimmung des Anbieters in Textform erlaubt. Der Kunde legt Dritten in diesem Fall diese AGB auf und steht für ihre Einhaltung ein.
(2) Erhält der Anbieter Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten oder besteht ein hinreichender Verdacht, etwa durch eine nicht offensichtlich unbegründete Abmahnung, kann er die betroffenen Inhalte vorläufig sperren. Er hört den Kunden nach Möglichkeit vorher an, sonst benachrichtigt er ihn unverzüglich.
§ A7 Mängel und Minderung
(1) Der Anbieter leistet Gewähr für die Funktion des Servers im Rahmen der vereinbarten Spezifikation durch Beseitigung von Mängeln. Eine verschuldensunabhängige Haftung für anfängliche Mängel ist ausgeschlossen.
(2) Dauert eine erhebliche Störung länger als eine Woche und fällt der Dienst dabei mehr als einen Werktag vollständig aus, kann der Kunde die Vergütung für die Dauer der Störung angemessen mindern. Das gilt nicht für Störungen außerhalb des Verantwortungsbereichs des Anbieters und für angekündigte Wartungsarbeiten.
(3) Stellt die Website Anforderungen an Server oder Software, die über die vereinbarte Konfiguration hinausgehen, ist es Sache des Kunden, diese zu erfüllen. Der Anbieter kann die Umsetzung ablehnen oder von kostenpflichtigen Änderungen abhängig machen.
Teil B: Website-Wartung
§ B1 Gegenstand und Leistungsumfang
(1) Der Anbieter übernimmt die technische Wartung der Website des Kunden. Welche Leistungen enthalten sind, ergibt sich aus dem gewählten Paket laut Angebot oder Website (zum Beispiel Updates, Datensicherung, Überwachung der Erreichbarkeit, Prüfung nach Updates, Monatsbericht).
(2) Updates von Content-Management-System, Plugins und Themes spielt der Anbieter in regelmäßigen Abständen ein, in der Regel wöchentlich. Vor jedem Update sichert er die Website. Er kann Updates zurückstellen, wenn sie erkennbar fehlerhaft sind, nicht zur Server-Umgebung passen oder eine Lizenz erfordern, die der Kunde nicht bereitgestellt hat. Er informiert den Kunden über zurückgestellte sicherheitsrelevante Updates.
(3) Führt ein Update zu einem Fehler, setzt der Anbieter die Website oder das betroffene Paket auf den Stand vor dem Update zurück. Das ist in der Wartung enthalten.
(4) Die Wartung ist eine Dienstleistung. Der Anbieter schuldet die sorgfältige Durchführung der vereinbarten Leistungen, nicht einen bestimmten Erfolg, insbesondere nicht die dauerhaft fehlerfreie Funktion oder die vollständige Sicherheit der Website.
§ B2 Übernahme
(1) Zu Beginn prüft der Anbieter den Zustand der Website, sichert sie und bringt WordPress, Plugins und Theme auf einen aktuellen Stand (Übernahme). Die Übernahme wird einmalig nach Aufwand oder zum im Angebot genannten Preis berechnet.
(2) Stellt sich heraus, dass eine Aktualisierung mit vertretbarem Aufwand nicht möglich ist, etwa weil Komponenten nicht mehr gepflegt werden oder nicht mit aktuellen PHP-Versionen funktionieren, informiert der Anbieter den Kunden und stimmt das weitere Vorgehen mit ihm ab.
§ B3 Leistungen außerhalb der Wartung
(1) Nicht enthalten sind insbesondere: Änderungen an Inhalten und Gestaltung, neue Funktionen, Beratung und Hilfe bei der Bedienung, die Beseitigung von Fehlern, die nicht durch ein Update des Anbieters verursacht wurden, der Ersatz nicht mehr gepflegter Plugins, Umstellungen der PHP-Version, die Bereinigung nach einem Angriff sowie Leistungen gegenüber dem Hoster des Kunden.
(2) Solche Leistungen erbringt der Anbieter nach vorheriger Absprache gegen gesonderte Vergütung nach Aufwand, sofern nichts anderes vereinbart ist.
(3) Kosten für Lizenzen von Premium-Plugins und -Themes trägt der Kunde. Er stellt gültige Lizenzen bereit, soweit sie für Updates erforderlich sind.
§ B4 Mitwirkung des Kunden
(1) Der Kunde stellt dem Anbieter die erforderlichen Zugänge bereit, insbesondere einen Administrator-Zugang zu WordPress und, soweit möglich, einen Zugang zum Server oder Hosting. Zugangsdaten übermittelt er auf einem sicheren Weg.
(2) Der Kunde informiert den Anbieter vorab, bevor er selbst Plugins oder Themes installiert, aktualisiert oder wesentliche Einstellungen ändert. Für Fehler, die durch solche Änderungen entstehen, ist der Anbieter nicht verantwortlich. Ihre Beseitigung ist eine Leistung nach § B3.
(3) Der Kunde benennt eine erreichbare Kontaktperson und prüft Hinweise des Anbieters, etwa zu notwendigen Entscheidungen oder anstehenden Umstellungen, in angemessener Zeit.
§ B5 Reaktionszeiten
(1) Zusagen zur Reaktionszeit ergeben sich aus dem gewählten Paket. Sie beziehen sich auf die erste Rückmeldung des Anbieters, nicht auf die Behebung eines Fehlers.
(2) Werktage sind Montag bis Freitag mit Ausnahme der gesetzlichen Feiertage in Bayern. Reaktionszeiten laufen nur während der auf der Website genannten Geschäftszeiten. Urlaubszeiten kündigt der Anbieter rechtzeitig an.
§ B6 Datensicherung
(1) Soweit das Paket Datensicherungen enthält, bewahrt der Anbieter sie für den dort genannten Zeitraum auf. Die Wiederherstellung aus einer Sicherung ist bei Fehlern nach einem Update enthalten (§ B1 Absatz 3), in anderen Fällen eine Leistung nach § B3.
(2) Die Sicherungen des Anbieters ersetzen nicht eigene Sicherungen des Kunden oder seines Hosters, insbesondere für Daten, die sich laufend ändern, wie Bestellungen oder Formulareingaben.
§ B7 Laufzeit und Kündigung
(1) Bei monatlicher Zahlung läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit. Beide Parteien können ihn mit einer Frist von 14 Tagen zum Ende eines Kalendermonats kündigen.
(2) Bei jährlicher Zahlung beträgt die Laufzeit zwölf Monate. Der Vertrag verlängert sich jeweils um zwölf Monate, wenn er nicht mit einer Frist von einem Monat zum Ende der Laufzeit gekündigt wird. Gegenüber Verbrauchern ist der Vertrag nach Ablauf der ersten Laufzeit jederzeit mit einer Frist von einem Monat kündbar.
(3) Der Kunde kann zum Ende eines Abrechnungszeitraums in ein anderes Paket wechseln.
§ B8 Vertragsende
Nach Vertragsende beendet der Anbieter die Wartung, entfernt seine Werkzeuge von der Website und gibt die Zugänge zurück. Der Kunde sollte die Zugangsdaten danach ändern. Datensicherungen des Anbieters werden spätestens 30 Tage nach Vertragsende gelöscht. Auf Wunsch übergibt der Anbieter vorher die letzte Sicherung.
Teil C: Website-Statistik
§ C1 Gegenstand
(1) Der Anbieter betreibt für die Website des Kunden eine Besucherstatistik auf einem Server, den er bei der Hetzner Online GmbH in Deutschland unterhält, und stellt dem Kunden einen Zugang zum Statistik-Dashboard bereit.
(2) Die Statistik arbeitet ohne Cookies und speichert keine IP-Adressen. Welche Auswertungen enthalten sind und bis zu welcher Zahl von Seitenaufrufen im Monat, ergibt sich aus dem Angebot oder der Website.
(3) Der Einbau in die Website, die Einrichtung von Zielen und Textvorschläge für die Datenschutzerklärung werden gesondert berechnet, soweit das Angebot nichts anderes vorsieht. Textvorschläge sind keine Rechtsberatung. Für ihre rechtliche Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt der Anbieter keine Gewähr.
§ C2 Leistungsumfang und Verfügbarkeit
(1) Die Statistik erfasst einen Aufruf nur, wenn das Skript im Browser des Besuchers geladen wird. Werbeblocker, deaktiviertes JavaScript und Filter gegen automatisierte Zugriffe führen dazu, dass ein Teil der Besuche nicht erfasst wird. Die Zahlen sind deshalb Näherungswerte. Eine vollständige Erfassung schuldet der Anbieter nicht.
(2) Der Anbieter bemüht sich sachgerecht um einen störungsfreien Betrieb und sichert die Statistikdaten täglich. Fällt die Statistik vorübergehend aus, werden in dieser Zeit keine Aufrufe erfasst. Die Erreichbarkeit der Website des Kunden ist davon nicht betroffen.
(3) Überschreitet die Website die vereinbarte Zahl von Seitenaufrufen in drei aufeinanderfolgenden Monaten, erfasst die Statistik weiter. Der Anbieter kann eine angepasste Vergütung für die Zukunft anbieten. Nimmt der Kunde sie nicht an, kann jede Partei den Vertrag zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen.
§ C3 Pflichten des Kunden
(1) Der Kunde ist dafür verantwortlich, die Statistik in der Datenschutzerklärung seiner Website zu nennen.
(2) Ändert der Kunde Domain, Aufbau oder Formulare der Website, informiert er den Anbieter, soweit dies die Erfassung oder die eingerichteten Ziele betrifft. Anpassungen der Ziele werden nach Aufwand berechnet.
(3) Der Kunde hält Zugangsdaten und Freigabelinks zum Dashboard vertraulich.
§ C4 Laufzeit und Kündigung
§ B7 Absatz 1 und 2 gilt entsprechend. Die Statistik ist ein eigener Vertrag und endet nicht automatisch mit einem Wartungs- oder Hostingvertrag.
§ C5 Vertragsende
Nach Vertragsende beendet der Anbieter die Erfassung und sperrt den Zugang zum Dashboard. Auf Wunsch exportiert er die Statistikdaten vorher als CSV-Dateien. Spätestens 30 Tage nach Vertragsende löscht er die Statistikdaten einschließlich ihrer Sicherungen. Das Skript entfernt der Kunde aus seiner Website, auf Wunsch übernimmt das der Anbieter nach Aufwand.